Ihre eigene Sauna: Ganz einfach als Bausatz

Bei Ihnen steht die Kellerrenovierung an oder der Dachausbau? Dann denken Sie doch mal über den Einbau einer Sauna nach. Kein Platz? Und was ist mit dem Partyraum, der kaum genutzt wird? Wir zeigen Ihnen, was Sie für eine tolle Sauna brauchen.

Die Finnen kamen als erste auf die Idee, in einem Kabuff kräftig einzuheizen, ordentlich zu schwitzen und sich dann in Eiswasser zu baden. Naturforscher berichteten von diesen Bräuchen, und die Lust, sich an heißer Luft zu laben, ging um die Welt – als Lebensgefühl, das in jeder Sprache einen Namen trägt: Sauna. Wer lieber allein statt in Gemeinschaft saunt oder wer für das Saunavergnügen weit fahren muß, wird sich am liebsten eine eigene Saunakabine bauen. Nichts ist leichter als das! Viele Hersteller bieten heute Saunen, auch zum Selberauf-stellen, in fast jeder Größe und für jeden Aufstellungsort, egal, ob im Keller, auf dem Dachboden oder draußen im Garten. Wie Sie mit einem Sauna-Bausatz zurechtkommen, erfahren Sie auf diesen Seiten.

Mit Bausatz und tatkräftiger Mithilfe ist die Montage kein Problem

Die Sockelleisten – ohne Bodenisolierung – auf den Estrich schrauben. Dann die beiden Eckelemente mit einer Eckleiste verbinden… und um 180 Grad drehen. So kann der fertige Eckaufbau in seine Position gebracht und an Ort und Stelle verankert werden. Ein Wandelement nach dem anderen wird auf die Sockelleisten geschoben, mit dem vorhergehenden verbunden und am Sockel fixiert.  Der Baukörper nimmt Schritt für Schritt Gestalt an. Zum Einhängen der Tür (hier eine verglaste Version) geht man am besten zu zweit vor.  Die Montage der Innenausstattung kann beginnen. Zuerst werden die Auflageleisten für das Mobiliar an die Wandelemente geschraubt.  Das zweiteilige Ofenschutzgitter gehört genauso zur Ausstattung wie Fußrost, Saunaleuchte und Liegen, wobei die oberste 90 bis 100 cm Abstand zur Decke haben sollte. Mit dem Verschrauben des letzten Eckelements ist die selbstaufge-baute Sauna im großen und ganzen fertig. Außer kleineren Ergänzungen des Innenraums fehlt nur noch… die Decke. Sie besteht – ebenso wie schon die Wände – aus handlichen Elementen, die Stück für Stück aneinandergeschoben und an Ort und Stelle fixiert werden.

Eine Sauna besteht immer aus zwei Teilen. Da ist nämlich auch die technische Ausstattung. Neben dem „Schwitzkasten“, den Sie selbst aufbauen können, benötigen Sie – sofern Sie nicht über ein nahegelegenes Gewässer verfügen – einen Wasseranschluß und einen Wasserablauf, damit Sie sich nach dem Saunagang auch gut abkühlen können. Dafür würde ein Schlauch oder ein Bottich genügen. Außerdem sollte die Möglichkeit bestehen, Ihren Saunaraum mit Frischluft zu versorgen. Für den Ofen benötigen Sie einen Elektroan-schluß (220/380 Volt), und ein pflegeleichter Fußboden (Beton, Estrich, Fliesen etc.) ist sicher vorteilhaft. Saunen gibt es in jeder Größe: Die kleinsten sind gerade mal zwei bis drei, die größten so um die neun Quadratmeter groß. Handwerklich erfahrene Seibermacher sparen mit Materialbausätzen viel Geld – und fügen von der Lattenkonstruktion bis zum Innenausbau alles eigenhändig zusammen. Die Wandelemente werden aber auch komplett geliefert, sie enthalten also bereits Dämmung mit Mineralfaserwolle, Diffusionssperrfolien und die Außenschalung – so wie in unserem Baubeispiel auf dieser Seite. Alle Teile sind für die Montage vorgefertigt, also mit Nut und Feder versehen und paßgenau zugeschnitten. Türformen und Innenausstattung kann man extra wählen. Die Hölzer für die Wände sowie für Liegen und Sitze sind, damit sie nicht splittern, außerordentlich widerstandsfähig und abgerundet. Und natürlich unbehandelt.
Im nächsten Heft lesen Sie, wie Sie eine Sauna von A bis Z selber bauen können – ganz individuell und preiswert mit Holz- und Dämmaterial aus dem Baumarkt.

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